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Ein kurzer Abriss zur Kirche Madonna del Castelletto

Die Kirche steht in plakativer Lage über dem Luganersee, wo sich früher wahrscheinlich einmal eine mittelalterliche Befestigungsanlage befand.

 

Der Bau wurde 1633 infolge des Wunders der weinenden Maria lactans, dem Fresko Seregneser Schule aus dem 15. Jahrhundert, das sich bereits auf dem Altar eines früheren Oratoriums befand, begonnen und 1637 abgeschlossen. Der schnelle Bau verlieh dem Gebäude einen einheitlichen Charakter, der nur durch die Arbeiten des Malers Antonio Rinaldi aus Tremona (1816–1875) unterbrochen wurde, der 1868 die Heiligen Rochus und Defendens auf die Fassade und eine Prozession von Heiligen und Engeln im Langhaus malte.

 

Die Kirche hat einen von West nach Ost verlaufenden länglichen Grundriss. Die aus zwei übereinanderliegenden Abschnitten bestehende Frontseite mit symmetrisch übereinander angeordneten Nischen, die an ihrer Spitze durch einen geradlinigen Frontgiebel abgeschlossen wird, entspricht den Formen der Mailänder Architektur der Gegenreformation und dem Prinzip der Würde und der gewünschten Einfachheit von San Carlo Borromeo.

 

Auch der Innenraum mit nur einem Schiff und wenig ausgeprägtem Querschiff und einem grossen Chor entspricht dem während der Gegenreformation entstandenen Grundriss, wohingegen sämtliche Verzierungen Symbole in Szene setzen, die den Marienkult verherrlichen. Somit reagierte man auf den Andachtsbedarf des Volkes als auch auf den institutionellen Bedarf der posttridentischen Kirche.

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