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Die Polatta-Häuser

An einem mit kleinen Kieselsteinen gepflasterten Hof reihen sich verschiedene Gebäude, die das Ergebnisse mehrerer aufeinanderfolgender Angliederungen und Fertigstellungen sind.

 

Auf der Nordostseite gelangt man über eine ebenfalls mit Kieselsteinen bedeckte Treppe zum ursprünglichen Hauptteil aus dem 17. Jahrhundert des Wohnhauses Polatta, in dem noch heute ein mit raffinierten Stuckarbeiten verzierter Saal erhalten ist, die demselben Atelier zugeschrieben werden können, das 1668 auch den Bogengang, zwischen 1644 und 1654 einen Teil der Kirche Madonna del Castelletto sowie einen reich bestückten Kaminspiegel verzierte, der das Wappen der Polatta-Cattaneo trug und einmal im Südflügel des Komplexes in einem mittlerweile eingestürzten Salon stand. Der Kaminspiegel wurde in den 30er-Jahren des 20. Jahrhunderts an das Hotel Villa Castagnola verkauft, wo er noch heute gehütet und gepflegt wird.

 

Aus dem 18. Jahrhundert stammen hingegen die auf den Haupthof ausgerichteten Fassaden. Besonders hervorzuheben ist hier die Verzierung des Gebäudeteils im Nordosten mit Balkonen aus Schmiedeeisen im Piano nobile, Pflanzenverzierungen und Stuckbüsten, welche die Fenster einrahmen, davon vier in der östlichen Ecke, bei denen es sich um gemalte Trompe-l’oeil handelt. Das gleiche theatralische Motiv mit Damen, die durch falsche Fenster zu sehen waren, gab es auch in Richtung Süden auf der gegenüberliegenden Fassade, die aber heute kaum noch erkennbar sind. Diese Frontseite hat ihre ursprüngliche malerische Verzierung verloren sowie auch die offene Loggia im ersten Stockwerk mit Bögen auf Säulen und eine auf Säulen gemalte Brüstung, die eine Balustrade vortäuschten.

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