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Eine neoklassische Architektur und ein romantisches Antlitz

Der Architekt Luigi Fontana (Muggio, 1812–1877) nutzte den geringen zur Verfügung stehenden Platz geschickt aus, indem er das Thema aus dem 16. Jahrhundert der Kirche mit griechischem Grundriss und grossem zentralem Raum mit Kuppeldach auf vier freistehenden Säulen, die im Inneren Monumentalität und Eleganz vermitteln, wieder aufgriff.

 

Auf dem grossen Altar, der ebenfalls von Fontana entworfen wurde, befinden sich zwei Holzengel aus dem 17. Jahrhundert, die aus der alten Pfarrkirche stammen, genauso wie die beiden Statuen in den Seitennischen, welche die Jungfrau Maria vom Rosenkranz und Sankt Josef mit Kind darstellen und dem Atelier der Silva di Morbio Inferiore zugeordnet werden können.

 

Das Leinwandgemälde mit der Jungfrau Maria und dem Kind, dem Heiligen Rochus und dem Heiligen Sebastian von Giovanni Battista Bagutti (Rovio, 1742–1823) wurde hingegen aus dem zerstörten Oratorium von San Rocco geborgen.

 

Im deutlichen Kontrast zu der strengen klassizistischen Architektur steht die phantasievolle malerische Verzierung romantischer Prägung mit Episoden aus dem Leben des Heiligen Andreas auf dem Gewölbe des Chorraums und einem grossen Himmel mit umherschwirrenden Engeln auf der zentralen Kuppel, eingerahmt von falschen Marmorbrüstungen und einer Masse an liturgischen Gegenständen in den Eckzwickeln, die zwischen 1848 und 1849 durch den Maler piemontesischen Ursprungs Angelo Colla (1827–1892) und seinen Mitarbeiter Giuseppe Talamoni, beide Soldaten Garibaldis, die nach den fehlgeschlagenen Aufständen in den Kanton Tessin geflüchtet sind, fertiggestellt wurden.

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© Comune di Melano     |     credits     |     Ultimo aggiornamento della pagina: 09.10.2018     |     Visualizzazione: RegolareStampa