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Die Spinnerei Fogliardi

Im Jahre 1844 konnte der Bau einer der ersten und bedeutendsten Dampffabriken des Kantons abgeschlossen werden, die im Auftrag von Giovanni Battista Fogliardi (1791–1861), zukünftiger Staatsrat, durch den Architekten Luigi Fontana aus Muggio (1812–1877) geplant worden war. Kaum zwei Jahre später wurde die Baustelle für die Pfarrkirche Sant’Andrea eröffnet.

Die beiden eindrucksvollen Gebäude, die Fontana beide in einem streng neoklassischen Stil entwarf, sollten zu den neuen optischen Mittelpunkten des Ortes werden.

 

Aus dem angrenzenden Wildbach Viganale zog die Fabrik das Wasser, das sie zum Beheizen der Becken und zum Abhaspeln der Kokons benötigte.

 

Im Jahre 1862 wurde die Spinnerei aufgrund der durch die Erkrankungen der Seidenraupen verursachten Krise, der Schulden und der Konflikte mit dem Sohn Augusto Fogliardi, der seit 1851 an der Leitung des Unternehmens beteiligt war, an Gustav Gessner verkauft, einem reichen Kaufmann aus Zürich, der nach Mailand umgesiedelt war, und sie erneut öffnete.

 

Im Jahre 1895 wurde die Seidenspinnerei durch die Firma Bodmer-Muralt aus Zürich übernommen und 1915 schlossen die Türen endgültig. Im Jahre 1957 siedelte sich die Hemdenschneiderei AMSA in dem Gebäude an, die bis in die 90er-Jahre in Betrieb blieb.

 

Im Jahre 1962 wurde der grosse Schornstein, der noch heute hinter dem Ostflügel zu sehen ist, teilweise eingerissen. In den Jahren 2006 bis 2009 wurde dieses bedeutende Kapitel der industriellen Geschichte Melanos mit der Umwandlung der Fabrik in Wohnraum endgültig geschlossen.

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